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Quarteto rot
Vegan
Bio/biodynamisch zertifiziert

Quarteto rot

Thurgau, Roland und Karin Lenz, 2019

750 ml
Traubensorte: Pinot noir, Regent, Zweigelt, Rondo
Produzent: Roland und Karin Lenz
Herkunft: Schweiz / Ostschweiz / Thurgau
Sofort verfügbar
Artikel-Nr. 30122719
Traubensorte: Pinot noir, Regent, Zweigelt, Rondo
Produzent: Roland und Karin Lenz
Herkunft: Schweiz / Ostschweiz / Thurgau

Beschreibung

Das Bouquet präsentiert sich mit fruchtigen Aromen nach reifen Beeren gepaart mit einem Hauch Würzigkeit. Am Gaumen wirkt er dank den gut eingebunden Tanninen weich und rund. Die angenehme Säure verleiht Ihm einen lebendig frischen Abgang. Ein schöner Allrounder.

Angaben

Herkunft: Schweiz / Ostschweiz / Thurgau
Traubensorte: Pinot noir, Regent, Zweigelt, Rondo
Genussreife: 1 bis 4 Jahre
Servicetemperatur: 16 bis 18 °C
Trinkempfehlung: Apérogebäck, Apéro riche, Grillierter Meerfisch, Würzige Grilladen, Orecchiette, Strozzapreti alla siciliana, Gemüse-Pie
Vinifikation: kurze Maischegärung, Gärung im Holzfass
Ernte: Handlese
Ausbau: in gebrauchten Barriques, ein Teil im Stahltank, kurzer Ausbau
Ausbaudauer: 6 Monate
Volumen: 12.5 %
Hinweis: Enthält Sulfite
Länder

Schweiz

Schweiz - das kleine Land der grossen Vielfalt

Die Schweiz ist bekannt für Banken, Uhren und Käse. Jedoch nicht unbedingt für Wein. Die Schweiz hat’s auch nicht erfunden; und ist sie auch nicht die Wiege des Weines, so war die Schweiz doch äusserst neugierig und offen. So gelangte die Weinkultur auf verschiedenen Wegen in die heutige Schweiz: von Marseille aus an den Genfersee und ins Unterwallis, aus dem Aostatal über den grossen Sankt Bernhard Pass ins übrige Wallis. Von der Rhône durch das Burgund über das Juragebirge an den Bodensee und aus der Lombardei ins Tessin und dann weiter ins Bündnerland.

Regionen

Ostschweiz

Ostschweiz: Ein spannendes Puzzle

Langezeit wurde die Ostschweiz am nördlichen Rand jener Klimazone geortet, wo Weinbau mit den in der Schweiz populären Sorten möglich ist. Durch die Klimaerwärmung sind die Rebberge von Aargau, Zürich, Schaffhausen, Thurgau und  Graubünden nun in jenen Raster gerückt, wo Sorten wie Müller-Thurgau oder Pinot Noir vorzüglich gelingen. Aber auch alteingesessene aber Langezeit fast vergessene Sorten wie Elbling, Räuschling oder Completer erleben eine Renaissance.

Unterregionen

Thurgau

Thurgau: Ein kleiner Weinkanton zeigt Kontur

Obwohl der Thurgau mit einer Rebfläche von 260 Hektar ein kleiner Weinbaukanton ist, werden hier sechs verschiedene Anbauzonen unterschieden. Das Herz des Thurgauer Weinbaus ist aber das Thurtal mit seinen zwei prestigereichen Grosslagen Ottenberg bei Weinfelden und Iselisberg nahe dem Kantonshauptort Frauenfeld. Die Referenzsorte ist ganz klar der Pinot Noir, aus dem heute eine ganze Reihe von Topweinen gekeltert werden. Doch auch rote und weisse Spezialitäten sind im Aufwind. Und der lange verschmähte Müller-Thurgau erlebt eine Renaissance.

Winzer

Roland und Karin Lenz

Noch während des Önologiestudiums von Roland Lenz konnten er und seine Frau Karin 1994 acht Hektaren Weinreben am Iselisberg übernehmen. Es war eine einmalige Gelegenheit, die sie am Schopf packten, obwohl die beiden mit dem Gedanken spielten, sich im Ausland, weit weg von der Schweiz, selbständig zu machen. Das taten sie zwar später auch, aber das ist eine andere Geschichte.

Der Kanton Thurgau ist erst in den letzten beiden Jahrzehnten als Weinbaukanton so richtig ins Bewusstsein der Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber gelangt. Allgemein und seit jeher bekannt sind seine Apfelkulturen und der daraus gewonnene Apfelsaft (Most), die dem Kanton den Scherznamen «Mostindien» eingebracht haben. Doch der Weinbau existiert in dieser Region seit Jahrhunderten.

Trauben

Regent

Roter Diamant

Der Regent ist das Kronjuwel im Portfolio der Ökowinzer. Diese Kreuzung enthält einen kleinen Anteil nicht-europäischer Wildreben, welche sehr widerstandsfähig gegen Wetterunbilden und Krankheiten sind. So gehört der Regent durch sein Erbgut zu den «Piwis», den pilzwiderstandsfähigen Sorten. Sein eigentlicher Trumpf aber: Die Weine schmecken ausserordentlich gut – das ist nicht unbedingt bei allen Kreuzungen der Fall. Er brilliert mit samtigen Gerbstoffen und Aromen von Kirsche und Beeren und eignet sich ausgezeichnet für den Barrique-Ausbau. Gezüchtet wurde er 1967 in der Pfalz. Inzwischen hat er auch hierzulande Fuss gefasst, vor allem in den Rebbergen von Zürich und Schaffhausen. Winzer in England und Belgien schätzen ihn wegen seiner hohen Frosttoleranz. Benannt wurde der Regent nach einem berühmten Diamanten, den ein Sklave 1701 in einer Mine in Indien fand. Er zierte zunächst die Kröne Ludwigs XV. und später Napoleons Degenknauf.

Zweigelt

Schmeichler mit Rückgrat

Der Zweigelt ist ein österreichisches Original. Fritz Zweigelt kreuzte ihn 1922 an der Obst- und Weinbauschule Klosterneuburg aus den roten Sorten Blaufränkisch und Saint Laurent. Die Hauptqualität des Zweigelt? Er ist fabelhaft trinkig. Mit seiner überschwänglichen Beerenfrucht und der saftigen Struktur passt er wie kein Zweiter zum genüsslichen Lebensstil unserer österreichischen Nachbarn. Man denke etwa an eine herzhafte Brettljause im Buschenschank. Er lässt sich aber auch bestens mit anderen Traubensorten assemblieren und für mehr Rückgrat im Holzfass ausbauen. Kein Wunder, ist er die meistangebaute Rebsorte Austrias. Kurios: Auf der japanischen Insel Hokkaido wachsen 230 Hektar Zweigelt.

Pinot noir

Blaupause des Terroirs

Keine andere Sorte drückt ihr Terroir so präzise aus wie der Pinot noir. Er ist eine sensible, anfällige Traube. Aber wenn er gelingt, beschert er der Weinwelt einige ihrer allergrössten Gewächse. Er glänzt vor allem im Burgund. Dort kultiviert man ihn seit mindestens 700 Jahren. Schon im Mittelalter galt er als so kostbar, dass man ihn nicht mit anderen Trauben mischte, um seinen Wert nicht zu mindern. Die besten Exemplare sind filigran und duftig mit Aromen von Kirsche und roten Beeren. Mit der Reife kommen Noten von Waldboden, Leder und Trüffel dazu. Seine unwiderstehliche Fruchtsüsse scheint auch nach Jahrzehnten noch durch. Der Pinot noir fühlt sich an kühlen Orten wohl: in der Schweiz und in Deutschland, wo man ihn als Blauburgunder respektive Spätburgunder kennt, im Elsass und in Südtirol, in Oregon, Neuseeland und Tasmanien. Nicht zuletzt ergibt er fantastische Champagner. Er ist ein traumhafter Speisebegleiter. Mit seinen weichen Gerbstoffen und charmanten Bouquet umgarnt er sie alle, vom Güggeli über den Käse bis zum gebratenen Fisch.

Rondo

Keine Angst vor Väterchen Frost

Die rote Rondo-Traube gehört zu den «Piwis», den pilzwiderstandsfähigen Sorten. Das sind Züchtungen, bei denen einer der beiden Kreuzungspartner nicht-europäischer Abstammung ist. Denn im Gegensatz zur europäischen Rebgattung Vitis vinifera sind die Reben anderer Kontinente resistent gegen Pilzkrankheiten wie Echten oder Falschen Mehltau. Man nennt solche Kreuzungen auch Hybriden. Im Falle des Rondo war eine asiatische Wildrebe im Spiel, die überdies noch frostfest ist – ein Geschenk für Winzer in sehr nördlichen Weinländern wie England, Belgien, den Niederlanden oder Dänemark. Der Rondo wurde 1964 in der ehemaligen Tschecheslowakei gezüchtet und in Deutschland weiterentwickelt. Die grösste Rebfläche belegt er heute in Grossbritannien. Dort ist er die Rebsorte Nummer eins. Glänzend rot mit dunkler Frucht und weicher Fülle, eignet er sich gut für den Ausbau im Eichenfass.