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Baur au Lac Vins
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Roederer brut Cristal

Roederer brut Cristal

AC, mit Jahrgang, 2006

3000 ml
Traubensorte: Pinot noir, Chardonnay
Produzent: Louis Roederer
Herkunft: Frankreich / Champagne
Produkt vergriffen
Artikel-Nr. 60123906
Traubensorte: Pinot noir, Chardonnay
Produzent: Louis Roederer
Herkunft: Frankreich / Champagne

Eigenschaften und Herkunft

Schillernde Farbe mit leicht bernsteinfarbenem Schimmer, Zeichen eines Jahres mit schöner Reife. Gedämpfte, fast schüchterne Perlen, die dafür fein, langsam und regelmäßig aufsteigen. Reiches Bouquet kandierter Früchte (Zitrone, Orange), weißer Blüten (Lilien) und leicht gerösteter Nüsse (Haselnüsse und Mandeln). Beim Belüften zeigt sich das dominant Fruchtige intensiv, fast explosiv: Zabaione aus Weinbergpfirsichen, Aprikosen, Melone, Mango … Im Mund offenbart sich ein großzügiger und komplexer Fruchtball. Die Textur ist unglaublich konzentriert, und bereitet das Gefühl, in eine reife und volle Frucht zu beißen. Der Gaumen wird erfüllt von dem tief, saftig Fruchtigen, cremig und seidig … aber schnell folgt eine reine, ausgefeilte und langgezogene Frische. Auf das Fruchtige folgt also rasch etwas sehr präzises, zartes und leichtes. Die Reife, Milde und Konzentriertheit untermauern diese Frische und das Mineralische und verwandeln das reife Fruchtige in leicht säuerliche Zitrusfrucht; die warmen Töne weichen blumigen Noten sowie Nuancen von Zitrusfruchtschalen und Trockenfrüchten. Nach dieser Welle von Geschmackseindrücken herrscht nun Harmonie vor: Aromen, Geschmack, leicht bitter, Frische – alles ist sehr ausgewogen und miteinander verwoben und perfekt passend und komplex. Nuancen von karamellisiertem Apfel und Gebäck ergänzen die bereits komplexe aromatische Palette.

Angaben

Herkunft: Frankreich / Champagne
Produzent: Louis Roederer
Traubensorte: Pinot noir, Chardonnay
Servicetemperatur: 6 bis 8 °C
Vinifikation: Gärung im Holzfass, Flaschengärung
Ernte: Handlese
Ausbau: Bâtonnage
Ausbaudauer: 60 Monate
Volumen: 12.0 %
Länder

Frankreich

Frankreich – Philosophie in Flaschen

Gemäss der französischen Philosophie hat Wein Ausdruck des Bodens und des Klimas zu sein. Hierfür steht das Schlagwort „Terroir“. Dieses Terroir macht jeden Wein anders, viele besonders gut. Französischer Wein wird weltweit als Ausdruck kultureller Vollkommenheit angesehen. Der Franzose glaubt, dass der Mensch für die Qualität zuständig ist, die Rebsorte für den Charakter und die Natur für die Menge der Beeren. Die Philosophie lässt sich so auf den Punkt bringen: „Die Wahrheit ist der Weinberg, nicht der Mensch.“

Trauben

Chardonnay

König oder Bettelmann

Kaum eine Rebsorte zeigt ein so breites Qualitätsspektrum wie der Chardonnay. Seine Weine reichen von gesichtsloser Neutralität bis zur atemberaubenden Klasse. Er ist eine extrem pflegeleichte Rebe. Das erklärt, warum man ihn heute rund um den Erdball anbaut – auch dort, wo man es vielleicht nicht sollte. Die Sortenaromen des Chardonnay sind nicht sehr ausgeprägt: ein bisschen grüner Apfel, ein wenig Haselnuss, in wärmeren Breiten auch Melone und exotische Früchte. Oft werden die Weine vom Fassausbau bestimmt. So entwickeln sie mehr oder weniger subtile Noten von Butter, geröstetem Brot und Vanille. Den höchsten Ausdruck erreicht die Traube in ihrer Ursprungsregion, dem Burgund. Ihr Herz schlägt in der Côte de Beaune: Man denke etwa an die Gewächse von Meursault oder Puligny-Montrachet. Mit ihrer Finesse und Komplexität können sie Jahrzehnte überdauern. Einsame Klasse erreicht der Chardonnay auch in manchen Blanc-de-Blancs-Champagnern. Tolle Tropfen liefert er ausserdem im burgundischen Chablis und zunehmend in Australien und Chile. Eine einfache Faustregel zur Paarung mit Speisen: Wenn Butter und Rahm im Spiel ist, liegen Sie mit Chardonnay garantiert richtig.

Pinot noir

Blaupause des Terroirs

Keine andere Sorte drückt ihr Terroir so präzise aus wie der Pinot noir. Er ist eine sensible, anfällige Traube. Aber wenn er gelingt, beschert er der Weinwelt einige ihrer allergrössten Gewächse. Er glänzt vor allem im Burgund. Dort kultiviert man ihn seit mindestens 700 Jahren. Schon im Mittelalter galt er als so kostbar, dass man ihn nicht mit anderen Trauben mischte, um seinen Wert nicht zu mindern. Die besten Exemplare sind filigran und duftig mit Aromen von Kirsche und roten Beeren. Mit der Reife kommen Noten von Waldboden, Leder und Trüffel dazu. Seine unwiderstehliche Fruchtsüsse scheint auch nach Jahrzehnten noch durch. Der Pinot noir fühlt sich an kühlen Orten wohl: in der Schweiz und in Deutschland, wo man ihn als Blauburgunder respektive Spätburgunder kennt, im Elsass und in Südtirol, in Oregon, Neuseeland und Tasmanien. Nicht zuletzt ergibt er fantastische Champagner. Er ist ein traumhafter Speisebegleiter. Mit seinen weichen Gerbstoffen und charmanten Bouquet umgarnt er sie alle, vom Güggeli über den Käse bis zum gebratenen Fisch.