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Diolinoir

Ungeahnte Qualitäten

Viele Neuzüchtungen werden zunächst unterschätzt. So ging es dem Diolinoir, einer Kreuzung aus Pinot noir und einer alten französischen Traube namens Robin noir. Letztere fand man in den 1920er Jahren in einer Rebensammlung in Diolly im Wallis. Da man nicht wusste, womit man es zu tun hatte, nannte man den roten Einwanderer einfach Rouge de Diolly. Bei der Kreuzung im Jahr 1970 wurde aus Diolly und Noir dann der Name Diolinoir. Viel erwartete man nicht von dieser Traube. Sie sollte mit ihrem dunklen Rot lediglich anderen Schweizer Sorten farblich auf die Sprünge helfen. In den letzten Jahren aber entdeckten Winzer, dass sie noch viel mehr kann. Baut man sie im Holzfass aus, reifen sie zu tiefgründigen Tropfen mit Aromen von Brombeere und Schwarzkirsche sowie festen, runden Tanninen heran. Probieren Sie Diolinoir unbedingt zu Lamm!

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