Cuvée 1844 Noir 2023
Ostschweizer Landwein, Bioweingut Lenz, 750 ml
Beschreibung
Hier wird kein Aufwand gescheut: Die Cuvée Noir entsteht schon im Weinberg auf sehr spezielle Art und Weise. Die Familie Lenz klemmt den Traubenstielen einige Tage vor der Ernte den Saftzufluss ab, um die Aromen in den Beeren zu konzentrieren. Das Resultat sind leicht rosinierte Trauben, welche dem Wein eine verführerische Fülle und Opulenz verleihen. In der Nase lockt er mit dem Duft von Teerosen, schwarzer Kirsche, Dörrpflaume und weissem Pfeffer. Am Gaumen zeigt er eine herrliche Fruchtfülle, warme Aromatik, saftige Säure und seidenweiche Gerbstoffe. Ein echter Gaumenschmeichler.
Degustation – The Art of Wine Selection im Baur au Lac
Über 20 persönlich anwesende Wein- und Spirituosenproduzentinnen und -produzenten, attraktive Preisvorteile und exklusive Masterclasses mit gereiften Weinen. Die Plätze sind limitiert.
Sonntag, 15. November 2026 | 14:00 bis 19:00 Uhr
Montag, 16. November 2026 | 14:00 bis 20:00 Uhr
Angaben
| Traubensorte: | Pinot Noir, Merlot |
| Produzent: | Bioweingut Lenz |
| Herkunft: | Schweiz / Ostschweiz |
| Label: | Vegan, Bio/biodynamisch zertifiziert |
| Genussreife: | 1 bis 8 Jahre |
| Trinktemperatur: | 16 bis 18 °C |
| Speiseempfehlung: | Gemüsecouscous, Pilzragout, Risotto mit Steinpilzen |
| Vinifikation: | lange Maischegärung, Gärung im Holzfass, Untertauchen des Tresterhuts, sanfte Pressung |
| Ernte: | Handlese, Antrocknen der Trauben |
| Ausbau: | kurzer Ausbau, in neuen Barriques |
| Abfüllung: | keine Filtration |
| Ausbaudauer: | 10 Monate |
| Volumen: | 13.5 % |
| Hinweis: | Enthält Sulfite |
Bioweingut Lenz
Noch während des Önologiestudiums von Roland Lenz konnten er und seine Frau Karin 1994 acht Hektaren Weinreben am Iselisberg übernehmen. Es war eine einmalige Gelegenheit, die sie am Schopf packten, obwohl die beiden mit dem Gedanken spielten, sich im Ausland, weit weg von der Schweiz, selbständig zu machen. Das taten sie zwar später auch, aber das ist eine andere Geschichte.
Der Kanton Thurgau ist erst in den letzten beiden Jahrzehnten als Weinbaukanton so richtig ins Bewusstsein der Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber gelangt. Allgemein und seit jeher bekannt sind seine Apfelkulturen und der daraus gewonnene Apfelsaft (Most), die dem Kanton den Scherznamen «Mostindien» eingebracht haben. Doch der Weinbau existiert in dieser Region seit Jahrhunderten.
Merlot
Everybody’s darling
Der Merlot ist das charmanteste Mitglied der Bordeaux-Familie. Er brilliert mit satter Farbe, duftiger Fülle, samtigen Gerbstoffen und süsser, pflaumiger Frucht. Selbst dem Winzer macht er’s leicht, denn auch in kühlen Jahren reift er problemlos aus. Dies im Gegensatz zum strengeren Cabernet Sauvignon, welchen er als Assemblagepartner ergänzt. Seine guten Eigenschaften haben den Merlot über die Grenzen hinaus berühmt gemacht. Er ist mit über 100‘000 Hektar die meistgepflanzte Traube Frankreichs. Grosse Flächen belegt er auch in Kalifornien, Italien, Australien und neuerdings in Osteuropa. Sein einziger Haken: Reinsortig gerät Merlot nur selten gross. Mit seinem Charme geht häufig ein Mangel an Substanz einher. Nur die besten Exemplare gewinnen mit der Reife. Sie entwickeln dann komplexe Noten von Leder und Trüffel. Das gelingt unter anderem den Spitzengewächsen der Bordeaux-Appellation Pomerol und des Tessins.
Ostschweiz
Ostschweiz: Ein spannendes Puzzle
Langezeit wurde die Ostschweiz am nördlichen Rand jener Klimazone geortet, wo Weinbau mit den in der Schweiz populären Sorten möglich ist. Durch die Klimaerwärmung sind die Rebberge von Aargau, Zürich, Schaffhausen, Thurgau und Graubünden nun in jenen Raster gerückt, wo Sorten wie Müller-Thurgau oder Pinot Noir vorzüglich gelingen. Aber auch alteingesessene aber Langezeit fast vergessene Sorten wie Elbling, Räuschling oder Completer erleben eine Renaissance.
Schweiz
Schweiz - das kleine Land der grossen Vielfalt
Die Schweiz ist bekannt für Banken, Uhren und Käse. Jedoch nicht unbedingt für Wein. Die Schweiz hat’s auch nicht erfunden; und ist sie auch nicht die Wiege des Weines, so war die Schweiz doch äusserst neugierig und offen. So gelangte die Weinkultur auf verschiedenen Wegen in die heutige Schweiz: von Marseille aus an den Genfersee und ins Unterwallis, aus dem Aostatal über den grossen Sankt Bernhard Pass ins übrige Wallis. Von der Rhône durch das Burgund über das Juragebirge an den Bodensee und aus der Lombardei ins Tessin und dann weiter ins Bündnerland.