Sangiovese
Inbegriff der Toskana
Der Sangiovese ist die wichtigste rote Rebsorte Italiens und zählt zu den prägendsten Sorten der italienischen Weinlandschaft. Seine Ursprünge reichen vermutlich bis in die etruskische Zeit zurück. Der Sangiovese ist die wichtigste rote Rebsorte Italiens und zählt zu den prägendsten Sorten der italienischen Weinlandschaft. Seine Ursprünge reichen vermutlich bis in die etruskische Zeit zurück. Seit Jahrhunderten ist Sangiovese in der Toskana beheimatet und prägt dort berühmte Weinregionen wie das Chianti-Gebiet rund um Siena und Florenz – als Grundlage weltbekannter Weine. Heute ist die Sorte weit über die Toskana hinaus in vielen Regionen Mittel- und Süditaliens verbreitet, etwa in der Romagna, in Umbrien und den Marken, und tritt je nach Herkunft unter unterschiedlichen Namen und Ausprägungen auf, darunter Brunello, Prugnolo Gentile oder Morellino. Die Rebsorte zeigt eine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit und reagiert gleichzeitig sehr sensibel auf Standort und Klima. Schon geringe Unterschiede in Boden, Höhenlage oder Mikroklima sowie in Beeren- und Klonvarianten führen zu deutlich unterschiedlichen Weinstilen. Aromatisch dominieren saftige Kirschen, rote Beeren und Pflaumen, begleitet von Veilchen, Kräutern und feiner Würze, mit zunehmender Reife oft ergänzt durch erdige Noten. Typisch sind zudem eine lebendige Säure und markante, feinkörnige Tannine, die den Weinen Struktur, Frische und ein gutes Reifepotenzial verleihen.