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Baur au Lac Vins
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Das Weingut des Jahres – Schloss Gobelsburg

Die Geschichte des Weingutes Schloss Gobelsburg im Kamptal ist eng mit derjenigen des Zisterzienserstifts Zwettl verwoben. Wo heute das prachtvolle Schloss steht, befand sich im 12. Jahrhundert eine Burg, die erstmals 1074 urkundlich erwähnt wurde. Sie gehörte zum Besitz der Kuenringer. Diese gründeten zu der Zeit, als sich die Zisterzienser aus dem Burgund kommend in ganz Europa verbreiteten, das Stift Zwettl, welches rund 50 Kilometer nördlich von Gobelsburg liegt. 1138 hatte Hadmar I. von Kuenring den Grundstein für das Kloster gelegt, das bis heute lebendig geblieben ist und zu den ältesten Zisterzienserabteien gehört.

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Grüner Veltliner
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Grüner Veltliner
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Grüner Veltliner Langenlois
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Grüner Veltliner Tradition
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Ried Gaisberg 1. Lage Riesling
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Ried Grub 1. Lage Grüner Veltliner
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Kamptal1

Die Burg bei Gobelsburg wechselte ihren Besitzer im Verlauf der Jahrhunderte und wurde dabei baulich ständig verändert. 18 Adels- und Landadelsgeschlechter waren es bis ins 18. Jahrhundert hinein. Die letzten Grafen verwandelten den Bau in das heutige Renaissanceschloss, mussten es aber – schwer verschuldet – veräussern. Das Stift Zwettl übernahm 1740 das Anwesen und damit wertvolles Rebland rund um Gobelsburg. Das Weingut befindet sich immer noch im Besitz des Stifts. Pater Bertrand war der letzte Mönch, der es bis 1980 leitete. Nach den Wirren der beiden Weltkriege hatte er die Renovation des Schlosses in Angriff genommen und das Weingut dank seinen hervorragenden Fähigkeiten als Winzer zu grossem Ansehen geführt. 1996 legte das Stift Zwettl die Leitung in die Hände von Michael und Eva Moosbrugger.

Kamptal2

Die Zisterzienser, die aus dem Benediktinerorden hervorgegangen sind, legten und legen Wert auf ein harmonisches Leben zwischen Gebet, Lesung und Arbeit. Sie betrieben damals in Zwettl Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Weinbau, genauso wie in ihrer ursprünglichen Heimat Burgund in Frankreich (Kloster Cîteaux). Wie dort erkannten sie, dass sich die Weingärten im Donaugebiet markant durch Geologie, klimatische Einflüsse und Lage unterscheiden und dass sich diese Merkmale im Wein widerspiegeln können. Schon ab 1171 besassen sie Lagen am Gaisberg und am Heiligenstein und bauten dort Wein an. Im Verlauf der Jahrhunderte wuchs ein wertvolles Wissen heran, das immer noch seine Gültigkeit hat.

Die Vereinigung Österreichische Traditionsweingüter

Dieses Wissen, das im besten Fall von Winzergeneration zu Winzergeneration weitergegeben wird, zu bewahren und mit einer schlüssigen Klassifikation dem Weinliebhaber und -kenner eine Orientierungshilfe zu bieten, hat sich die Vereinigung Österreichische Traditionsweingüter zum Ziel gesetzt. Die Vereinigung, die inzwischen 33 Mitglieder (2018) aus dem Kamptal, Kremstal, Traisental und Wagram zählt, wurde 1992 gegründet. Schloss Gobelsburg ist seit 1996 dabei. Die Klassifizierung, die ausschliesslich die beiden traditionellsten Rebsorten im Donauraum – Grüner Veltliner und Riesling – zum Gegenstand hat, ist ein «Work in Progress», wie es Michael Moosbrugger ausdrückt. Seit der Gründung werden die Weine gemeinsam beobachtet und analysiert. Der Klassifikationsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Er soll nicht nur erweitert und verfeinert, sondern auch ständig verifiziert werden. Die derzeit gültige «Klassifikation 2017» umfasst insgesamt 61 Erste Lagen, deren Weine das ÖTW-Siegel  auf dem Etikett tragen dürfen. Diese Weingärten bringen regelmässig aussergewöhnliche Weine hervor, die sich klar voneinander unterscheiden. Der Wein im Glas soll Zeugnis darüber ablegen, woher er kommt.

Das Kamptal und das Weingut Schloss Gobelsburg

In einer guten Stunde Autofahrt von Wien Richtung Westen erreicht man das Kamptal. Der Fluss Kamp fliesst vom nördlichen Waldviertel kommend östlich von Krems in die Donau. Das Weingebiet liegt östlich und westlich seines unteren Laufs um die historische Weinstadt Langenlois herum, ist ca. 3900 Hektaren gross und liegt auf einer Höhe von rund 200 bis 400 Metern über Meer. Das Klima ist geprägt vom heissen Pannonischen Becken im Osten (Ungarn), vom kühlen Waldviertel im Norden und vom Manhartsberg im Nordosten. Aus Osten wehen warme Winde, der Waldviertel und der Manhartsberg wirken kühlend im Sommer und halten im Winter extreme Kälte ab. Heisse Tage und kühle Nächte im Sommer, lange sonnige Herbste und kalte Winter – so kann der Wetterverlauf grob definiert werden. Jedoch sind die mikroklimatischen Verhältnisse in den einzelnen Lagen, die durch Höhe, Hangneigung und Ausrichtung beeinflusst werden, oft von grosser Bedeutung.

Die Böden sind äusserst vielfältig: Urgestein mit wenig Humus, Gföhler Gneis, Glimmerschiefer, Wüstensandstein aus dem Perm-Zeitalter, Löss-, Sand- und Schotterböden. Schloss Gobelsburg bearbeitet rund 80 Hektaren Rebland mit den weissen Rebsorten Grüner Veltliner (55 %) und Riesling (25 %). Sie gedeihen am besten auf lössig-sandigen respektive kargen, steinigen Böden. Die Rotweinsorten Pinot Noir, Zweigelt und St. Laurent reifen auf Rollschotter und der Merlot steht am Sachsenberg auf lehmig-lössigem Boden.

Der Weinbau folgt den neuesten Erkenntnissen genauso wie den althergebrachten, schon von den Mönchen praktizierten, möglichst schonenden und naturnahen Methoden. Dazu gehören beispielsweise das Einbringen von organischem statt synthetischem Dünger, der Verzicht auf chemische Unkrautvernichtungsmittel oder der reduzierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Rebstöcke, die nicht nur hervorragenden, sondern einzigartigen, authentischen und für die Herkunft charakteristischen Wein hervorbringen, sind ein eigentliches Kulturgut, das es zu erhalten gilt. Deshalb werden alte Rebstöcke selektioniert und vermehrt, genauso wie es die Mönche damals taten, um die Eigenständigkeit der Weine zu bewahren.

Auch im Weinkeller ist man der Tradition verpflichtet und verzichtet auf unnatürliche önologische und grobe maschinelle Verfahren. Michael Moosbruggers Idee, die Fässer auf Räderrahmen zu stellen, um grobes Pumpen zu vermeiden, ist so einfach wie genial. Die Fässer sind nicht wie üblich aus französischer oder amerikanischer Eiche, sondern aus Holz vom nahen Manhartsberg. Eine harmonischere Verbindung aus Wein und Holz, das unter gleichen klimatischen Bedingungen gewachsen ist wie die Reben, kann man sich nicht denken.

Das Weingut Schloss Gobelsburg kann auf zahlreiche Auszeichnungen für seine Weine stolz sein – nicht nur lokal und in Österreich, auch auf dem internationalen Parkett. Einige aktuelle Weine sind von Robert Parker sehr hoch bewertet. GaultMillau hat den Gobelsburger Sekt zum «Sekt des Jahres 2017» gekürt und 2016 gewann Schloss Gobelsburg an der Kamptal Wine Trophy den Titel «Top Weingut des Jahres 2016». Wir freuen uns nun, Ihnen, unseren geschätzten Kundinnen und Kunden, Schloss Gobelsburg als «Weingut des Jahres 2018/2019» zu präsentieren und Ihnen die Weine nach dem Motto des Weinguts und der Zisterzienser zu kredenzen: «Qui bon vin boit – Dieu voit», auf Deutsch: «Wer guten Wein trinkt, erkennt Gott.»