Heymann-Löwenstein / Fam. Löwenstein
Eine ebenso beeindruckende Landschaft wie in der Waadt findet sich rund 400 Kilometer nördlich an der Mosel. Wie am Genfersee prägen auch hier in mühevoller Handarbeit errichtete Trockenmauern die steilen Terrassen. Statt der lehmig-kalkhaltigen Moränenböden des Rhonegletschers dominieren jedoch uralte Schieferböden, die vor rund 400 Millionen Jahren durch die Kollision der Urkontinente Old Red und Gondwana entstanden.
Wie der Chasselas vermag auch der Riesling die Eigenart seines Bodens abzubilden. Ein faszinierender Gedanke: Wein zu trinken, der auf solch uralten Böden gewachsen ist. Doch für den Winzer und Philosophen Reinhard Löwenstein greift diese Betrachtung zu kurz. Wein ist weit mehr als Terroir – er spiegelt ebenso Klima, Handwerk und die Entscheidungen des Winzers wider. «Wichtig ist, zu erkennen, wie komplex alles ist und dass Schwarz-Weiss-Denken nicht weiterführt. Wie im Leben bleiben viele Dinge nur Annäherungen – und genau darin liegt ihre Schönheit.»
Weissweine von Heymann-Löwenstein / Fam. Löwenstein
von Heymann-Löwenstein / Fam. Löwenstein
Die Familie Löwenstein tritt ab – das Weingut Heymann-Löwenstein bleibt bestehen. Seit dem 1. Januar 2026 ist Thomas Dörr, bisher Vertriebsleiter beim Pfälzer VDP-Weingut Dr. Bürklin-Wolf, neuer Geschäftsführer. Unterstützt wird er von Jochen Heigoldt, Gründer und CEO vom Weinhändler Vioneers. Die Jahreszeiten, die Schiefer und das Engagement der vielen Menschen garantieren auch in Zukunft die spannende Faszination der Weine Heymann-Löwenstein.
«Wir übergeben unser Lebenswerk mit Stolz und Vertrauen», sagt Reinhard Löwenstein, der dem Betrieb weiterhin beratend verbunden bleibt. «Uns war wichtig, dass unser Weingut in die Hände von Menschen gelangt, die unsere Leidenschaft für Wein, Terroir und Qualität teilen. Mit Thomas Dörr und Jochen Heigoldt haben wir die idealen Nachfolger gefunden.»
Produzent
Château Raymond Lafon
Das im Herzen des Anbaugebiets Sauternes liegende Weingut zählt 18 Hektaren Anbaufläche, von denen 16 Hektaren mit 80 % Sémillon und 20 % Sauvignon blanc bestockt sind. Der maximal per Gesetz erlaubte Ertrag beträgt 25 Hektoliter pro Hektare. Die Erträge auf Raymond-Lafon liegen durchschnittlich bei nur 8 bis 10 Hektolitern pro Hektare – oder anders gesagt: Eine Rebe schenkt uns nur ein Glas köstlichen Weins.
Casa Lupo by Paladin
Casa Lupo ist die Valpolicella “Dépendance” der Familie Paladin und besteht aus 25 Hektaren verteilt zwischen den Städtchen Negrar und Illasi in der Provinz von Verona.
Descendientes de J. Palacios, S.L.
Ende der 1990er-Jahre kam Álvaro Palacios auf der Suche nach einer neuen Herausforderung nach Bierzo, nachdem er im Priorat grosse Erfolge hatte feiern können. Das Bierzo im äussersten Nordwesten von Castilla y León erwartete ihn mit seiner wilden, hügeligen Landschaft, in der Heidekraut, Zistrose und Steineichen die Flora bestimmen, mit seinen klimatischen und geologischen Besonderheiten und mit der faszinierenden Traubensorte Mencía.