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Listrac

Listrac-Médoc: Spezielles Klima, spezielle Böden

Mit einer Rebfläche von nur 650 Hektar ist Listrac zwar die zweitkleinste Gemeinde-Appellation im Médoc, dafür verfügen die Weine mit ihrer kernig-kraftvollen Art über einen ausgesprochen eigenständigen Charakter. Der Grund dafür liegt im speziellen Terroir dieser Appellation. Listrac ist zudem die einzige Appellation im Médoc, wo auch die Sorte Merlot eine stilprägende Rolle einnimmt. Das Renommee der Appellation beruht massgeblich auf der guten Qualität der rund 20 Châteaux mit Cru Bourgeois-Status.

Rotweine aus Listrac

In Stock

Château Fourcas-Borie

AC Listrac-Médoc, 2012, 750 ml
CHF 26.–

Allein schon ein Blick auf die Landkarte des Haut-Médoc zeigt die spezielle Lage der Appellation Listrac-Médoc. Denn während die prestigeträchtigeren Dorf-Appellationen wie Margaux, Pauillac und Co hier direkt an die Gironde anschliessen und vom milden Flussklima profitieren, liegt Listrac-Médoc (zusammen mit Moulis) einige Kilometer weiter westlich, wo die temperaturausgleichende Wirkung dieses Gewässers nicht mehr wirksam ist. Folglich sind die Temperaturunterschiede hier höher, was beispielsweise eine erhöhte Frostgefahr zur Folge hat. Gleichzeitig trägt das etwas extremere Klima auch zur kernigen Frische und der robusten Struktur der Weine.

Das «Dach» des Médoc

Noch entscheidender für den individuellen Terroir-Charakter der Weine sind aber die speziellen Bodenverhältnisse. Während im Médoc die besten Crus auf kieshaltigen Böden reifen, finden sich in Listrac-Médoc solche Kiessandkuppen nur im Westen sowie im Nordosten der Appellation. Die Erhebungen im Westen erreichen annähernd 50 Höhenmeter und sind damit die höchsten im ganzen Médoc. Darum wird Lirac auch als «Dach des Médoc» bezeichnet. In der weiten Ebene im Zentrum des Gebietes herrschen dagegen Sandböden mit hohen Anteilen von kalkhaltigem Lehm vor. Hier ist bis heute der Merlot die meistangebaute Sorte.

Kleinbäuerlich strukturiert

Der Weinbau geht in Listrac-Médoc auf das Mittelalter zurück. Allerdings spielte er langezeit keine dominante Rolle, Getreide-, Vieh- und Forstwirtschaft waren bis ins 18. Jahrhundert von grösserer Bedeutung. Die Erschliessung durch die Eisenbahn ab 1869 gab dem Weinbau wichtige Impulse. So waren vor dem Reblauseinfall rund 1‘400 Hektar mit Reben bestockt, die Anbaufläche war damals also mehr als doppelt so gross wie heute. 1957 erhielt Listrac-Médoc schliesslich den Status einer kommunalen Appellation, die zuerst lediglich Listrac hiess. Um Verwechslungen mit der Ursprungsbezeichnung Lirac im Rhônetal zu vermeiden, wurde der Name dann 1986 in Listrac-Médoc geändert. Durch massive Investitionen in Rebberge und Kellereien hat sich die Qualität der Listra-Weine in den letzten Jahrzehnten signifikant verbessert, ohne dass die Region ihre kleinbäuerliche Struktur verloren hat. Die entscheidende Rolle spielen dabei die rund 20 Cru Bourgeois-Güter, die hier ansässig sind.

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