Château Saint-Pierre 2016
Château Saint-Pierre 2016
AC Saint-Julien 4ème grand cru classé, 750 ml
Beschreibung
Zitat von Robert Parker The Wine Advocate "...Aged for 14 months in 50% new and 50% one-year-old French oak and blended of 73% Cabernet Sauvignon, 21% Merlot and 6% Cabernet Franc, the deep garnet-purple colored 2016 Saint-Pierre leaps from the glass with exuberant Black Forest cake, blackberry compote and cassis with hints of cigars, earth and violets with a waft of iron ore. Medium-bodied, the palate has a firm frame of grainy tannins with fantastic energy and depth, finishing on a lingering chocolaty note..."
Angaben
| Traubensorte: | Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot |
| Produzent: | Château Saint-Pierre |
| Herkunft: | Frankreich / Bordeaux / St-Julien |
| Andere Jahrgänge: | 2025 2020 2019 2017 |
| Genussreife: | 7 bis 20 Jahre |
| Trinktemperatur: | 16 bis 18 °C |
| Speiseempfehlung: | Coq au vin, Lammrückenfilet an Kräuterjus, Würzige Grilladen, Rindsgeschnetzeltes Stroganoff |
| Ausbau: | in teils neuen und gebrauchten Barriques |
| Ausbaudauer: | 14 Monate |
| Volumen: | 13.0 % |
| Hinweis: | Enthält Sulfite |
Merlot
Everybody’s darling
Der Merlot ist das charmanteste Mitglied der Bordeaux-Familie. Er brilliert mit satter Farbe, duftiger Fülle, samtigen Gerbstoffen und süsser, pflaumiger Frucht. Selbst dem Winzer macht er’s leicht, denn auch in kühlen Jahren reift er problemlos aus. Dies im Gegensatz zum strengeren Cabernet Sauvignon, welchen er als Assemblagepartner ergänzt. Seine guten Eigenschaften haben den Merlot über die Grenzen hinaus berühmt gemacht. Er ist mit über 100‘000 Hektar die meistgepflanzte Traube Frankreichs. Grosse Flächen belegt er auch in Kalifornien, Italien, Australien und neuerdings in Osteuropa. Sein einziger Haken: Reinsortig gerät Merlot nur selten gross. Mit seinem Charme geht häufig ein Mangel an Substanz einher. Nur die besten Exemplare gewinnen mit der Reife. Sie entwickeln dann komplexe Noten von Leder und Trüffel. Das gelingt unter anderem den Spitzengewächsen der Bordeaux-Appellation Pomerol und des Tessins.
Cabernet Sauvignon
Das Rückgrat des Bordeaux
Er gibt dem Bordeaux sein Rückgrat: Der Cabernet Sauvignon liefert tiefviolette Weine mit kraftvollem Tannin und schier endlosem Reifepotenzial. Er ist der Platzhirsch im Médoc und steckt in allen fünf Premiers Crus des Bordelais. In der Jugend wirkt er oft streng und unnahbar, doch mit fortschreitenden Jahren runden sich seine Gerbstoffe ab. Er wird herrlich samtig und bewahrt dabei doch stets seine Frische. Zu den typischen Aromen zählen Cassis, Graphit und Zedernholz. Wo immer Cabernet Sauvignon ist, ist Merlot nicht weit. Er ergänzt die kernige Struktur des Cabernet durch Weichheit, Frucht und Fülle. Der Cabernet Sauvignon ist die meistexportierte Rebe der Welt. Überzeugende Qualitäten liefert er in Italien als Zutat der Supertuscans oder als Flaggschiffsorte Kaliforniens. Dort betitelt man ihn liebevoll «Cab Sauv». Fleischfans aufgepasst: Er begleitet fantastisch ein grilliertes Entrecôte. Der Stammbaum des Cabernet Sauvignon überrascht: Seine Eltern sind Cabernet franc und der weisse Sauvignon blanc.
Cabernet Franc
Urvater der Bordeaux-Sorten
Der Cabernet franc ist eine der ältesten Sorten des Bordelais und Elternteil dreier anderer roter Trauben im Bordeaux-Sortenmix: Cabernet Sauvignon, Merlot und Carmenère. Man erkennt ihn an seinem komplex-würzigen Bouquet von Himbeere, Graphit, Veilchen, Lakritz und weissem Pfeffer. Dazu zeigt er runde, knackige Gerbstoffe, die weniger streng ausfallen als jene des Cabernet Sauvignon. Während der Cabernet franc in Bordeaux stets als Teil einer Assemblage auftritt, wird er an der Loire solo gekeltert. Die renommiertesten Appellationen heissen Chinon und Bourgueil. Seinen Ursprung hat der Cabernet übrigens nicht in Bordeaux, sondern im spanischen Baskenland. Den Namen Cabernet verdankt er dem Lateinischen «carbon», schwarz.
St-Julien
Saint-Julien: Im Herzen des Médoc
Obwohl Saint-Julien oft etwas im Schatten der benachbarten Appellationen Pauillac und Margaux steht, versprechen die Weine aus diesem Gebiet beste Médoc-Charakteristiken. Es ist auch die Gemeindeappellation die am klarsten und kompaktesten strukturiert ist. Das Gebiet gleicht einem Quadrat mit einer rund vier Kilometer langen Seitlänge und hat eine Fläche von 900 Hektar. 75 Prozent davon belegen die elf Crus Classés. Nirgendwo sonst im Médoc belegen die Grand Cru Classé einen so hohen Anteil an der Gesamt-Rebfäche.
Bordeaux
Bordeaux: Hohes Prestige, hohe Qualität
Mit einer Gesamtfläche von rund 115‘000 Hektar ist Bordeaux zwar nicht die grösste Weinbauregion Frankreich, dafür mit Sicherheit die prestigeträchtigste. Das Spektrum der Weine, die hier heute produziert werden, ist riesig: Es reicht von roten Alltagsweinen mit sehr gutem Verhältnis zwischen Preis und Qualität bis zu den exklusiven und entsprechend sehr teueren Premier Crus. Elegante Weissweine und edelsüsse Spezialitäten runden das Angebot ab.
Frankreich
Frankreich – Philosophie in Flaschen
Gemäss der französischen Philosophie hat Wein Ausdruck des Bodens und des Klimas zu sein. Hierfür steht das Schlagwort „Terroir“. Dieses Terroir macht jeden Wein anders, viele besonders gut. Französischer Wein wird weltweit als Ausdruck kultureller Vollkommenheit angesehen. Der Franzose glaubt, dass der Mensch für die Qualität zuständig ist, die Rebsorte für den Charakter und die Natur für die Menge der Beeren. Die Philosophie lässt sich so auf den Punkt bringen: „Die Wahrheit ist der Weinberg, nicht der Mensch.“